Willie Nile – Live From The Streets of New York
“In my humble opinion there is no one who walks the streets of New York prouder and taller than my friend Willie Nile!” Soweit die Ansage des renommierten Radiomachers Pete Fornatale für den kultigen Rocker und seine Band anlässlich der Record Release Party für Streets Of New York Anfang 2006. Die folgenden, insgesamt fast 68 Minuten laufenden 14 Tracks legen ein beeindruckendes Zeugnis davon ab, was er mit diesen enthusiastischen Worten gemeint hat: Ohne den ganz großen kommerziellen Erfolg ungerechterweise jemals erreicht zu haben, gehört WILLIE NILE zur Champions League der aufrechten Straßenrocker, die mit klasse Songs und einer unbändigen Performance jeden Saal Manhattans und der ganzen Welt in kürzester Zeit zum Kochen bringen!
Typen wie Willie Nile sind mittlerweile eine vom Aussterben bedrohte, rare Gattung. In einer Zeit, in der Schubladendenken, Radioformate und Spartenerfolge dominieren, Schlagworte wie Alternative, Independent oder Mainstream entscheidend sind, kommt der ganz gewöhnliche “mean & dirty” Rock’n Roll oftmals viel zu kurz. Aber genau das entspricht der Überzeugung dieses aufrechten Recken, der heute im Stil eines durch die Mühlen von Punk Rock und Garagenrock gegangenen Akteurs agiert, der absolut niemandem mehr etwas beweisen muss.
Ende der 70er tauchte er zum ersten Mal in den Straßen und Clubs von Manhattan auf – gerade alt genug, um die Generation von Elvis, Fats Domino und Buddy Holly noch erlebt zu haben, als hoffnungsvoller Erbe des Greenwich Village Folk Revivals und Kind des CBGB’s. 1979 als völlig Unbekannter eine Sensation im Vorprogramm von The Who, die LP Willie Nile, sein Arista-Debüt in 1980, und Golden Down nur ein Jahr später waren ein Einstieg nach Maß, wie ihn die New Yorker Rockwelt lange nicht mehr erlebt hatte. Willie Nile, das war Bob Dylan und Lou Reed in einem, der Hybrid aus Dion DiMucci und Bruce Springsteen, die Poesie von Patti Smith und Eric Andersen, die Aufbruchsstimmung aktueller Zeitgenossen von Elliott Murphy bis Steve Forbert, die Vorwegnahme der Del Lords mit Scott Kempner und der Brandos mit Dave Kincaid! Aber all das, was danach möglich gewesen wäre, lief – bedingt durch einen unerträglichen Rechtsstreit mit Geffen Records – völlig ins Leere. Es dauerte 10 Jahre, bis Nile sich davon erholte, und erst 1991 mit Places I Have Never Been auf Columbia ein glorioses, von den einschlägigen Medien dankbar abgefeiertes Comeback feierte. Seine Freunde hatten ihn nicht vergessen und so wirkten hier neben den besten New Yorker Studiomusikern jener Ära u.a. Loudon Wainwright III, die Roches, Richard Thompson, Roger McGuinn und die Hooters als Special Guests mit.
Nach dem Auslauf des Columbia-Deals sollte sich Willie Nile nie mehr für eine große Plattenfirma verbiegen müssen. Auf einem Indie-Label kam nur ein Jahr später die Mini-CD Hard Times In America heraus – mit dem aggressiven, die Verarmung großer Teile der US-Bürger anklagenden Titeltrack sowie 4 weiteren Stücken. Dann wieder große Pausen: 7 Jahre bis Beautiful Wreck Of The World in 1999, nochmal weitere 6 ½ Jahre bis zu jenem immer noch aktuellen Studioalbum Streets Of New York, das für alle Fachleute als geniales Highlight einer ge- und unterbrochenen, letztlich einzigartigen Musikerkarriere galt und zahlreiche Lobpreisungen von Weggefährten wie Little Steven, Lou Reed, Jim Jarmusch, Bono, Lucinda Williams, Graham Parker, Ian Hunter und Pete Townshend erfuhr.
Als sich Anfang 2006 die Rockmedien (nicht nur) in New York mit einem ungewöhnlich großen Interesse für das neue Nile-Werk förmlich überschlugen, nutzte der Meister die Gunst der Stunde und präsentierte am 27. Februar bei der offiziellen Release Party in der Mercury Lounge in NYC’s Lower East Side gleich 10 der 14 brandneuen Songs, die bis dahin noch niemand gehört hatte, und 4 alte eigene Klassiker in einer atemberaubenden, energiegeladenen, intensiven Rockshow, die zu einem herausragenden Ereignis des New Yorker Kulturjahres 2006 avancierte!
“Hard Times In America” aus dem CD und DVD Release “Willie Nile – Live From The Streets Of New York”
Das nun vorliegende Ton- und Bilddokument Live From The Streets Of New York ist der eindrucksvolle Beweis. Der Fan bekommt beides in einem speziellen CD+DVD-Set. Die Musik ist dabei dieselbe, nämlich das legendäre Konzert in seiner Original-Trackfolge von der eingangs zitierten Introduction bis zum gloriosen Abschluss, wenn Willie Nile ganz allein am Piano den Titelsong ‘Streets Of New York’ in die Tasten hämmert.
Dazwischen erleben wir das volle Rockprogramm von ‘Welcome To My Head’, ‘Game Of Fools’, ‘Vagabond Heart’, ‘Back Home’ über ‘Best Friend Money Can Buy’, ‘Hard Times In America’ (immer ein Thema von beängstigender Aktualität!), ‘Cell Phones Ringing In The Pockets Of The Dead’ (über den Bombenanschlag in 2004 auf einen Madrider Zug) bis ‘You Gotta Be Buddha In A Place Like This’ und Eddy Grant’s Punk-Hymne ‘Police On My Back’ (als Clash-style Version).
Nile gibt den grandiosen, leidenschaftlichen Performer, seine top-besetzte Band zieht wie beseelt an einem Strang: Leadgitarrist Andy York (John Mellencamp, Jason & The Scorchers), Bassist Brad Albetta (Martha Wainwright, Mary Lee’s Corvette) und Drummer Rich Pagano (Rosanne Cash, Freedy Johnston) bilden seit 10 Jahren ein festes Team. Hier kommen noch Frankie Lee, Percussionist/Sänger, Co-Autor zahlreicher Nile-Songs, und Luxusgitarrist Jimmy Vivino (Al Kooper, John Sebastian, Conan O’Brien/Late Night Band) an elektrischer Gitarre, Keyboards, Melodica und Mandoline hinzu.
WILLIE NILE – LIVE FROM THE STREETS OF NEW YORK (CD + DVD) – HIER BESTELLEN
Label: BlueRose, 2008
Tracklisting:
01. Introduction
02. Welcome To My Head
03. Asking Annie Out
04. Game Of Fools
05. Vagabond Moon
06. Day I Saw Bo Diddley In Washington Square
07. Back Home
08. Best Friends Money Can Buy
09. On Some Rainy Day
10. Hard Times In America
11. Cell Phones Ringing (In The Pockets Of The Dead)
12. Heaven Help The Lonely
13. You Gotta Be A Buddha (In A Place Like This)
14. Police On My Back
15. Streets Of New York
DVD: Live From The Streets Of New York Concert
Special Bonus Documentary With Exclusive Clips & Interviews
DVD:FSKo.AB;Sound:DSS 5.1;Bild:4:3/NTSC;Ländercode:0;
Laufzeit:69 Min. *** Digipack
Blue Rose Records – Rauheckstr. 10 – 74232 Abstatt/Germany – phone +49-(0)7062-955444 – fax +49-(0)7062-64375
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